Einbruchschutz bei Haustüren – RC2 und RC3 nach EN 1627 erklärt

Kurz gesagt

RC2 und RC3 sind Widerstandsklassen für einbruchhemmende Bauteile nach EN 1627. RC2 schützt gegen Gelegenheitstäter mit einfachem Werkzeug, RC3 gegen erfahrenere Täter mit zusätzlichem Hebelwerkzeug. Je höher die Klasse, desto länger widersteht die Tür einem Einbruchversuch. Für Wohnhäuser wird häufig mindestens RC2 empfohlen.

Das Wichtigste vorab

Einbruchhemmende Türen und Fenster werden nach der europäischen Norm EN 1627 in Widerstandsklassen (Resistance Class, kurz RC) eingeteilt. Die Klassen reichen von RC1 bis RC6 (Quelle: EN 1627). Für Wohnhäuser sind vor allem RC2 und RC3 relevant. Je höher die Klasse, desto länger und gegen desto besser ausgerüstete Täter widersteht das Bauteil einem Einbruchversuch.

Was die Widerstandsklassen nach EN 1627 bedeuten

Die EN 1627 beschreibt jede Widerstandsklasse über ein Tätermodell, das eingesetzte Werkzeug und die Widerstandszeit (Quelle: EN 1627). Vereinfacht:

  • RC2 – Widerstand gegen Gelegenheitstäter, die zusätzlich zu einfacher körperlicher Gewalt versuchen, mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keil das Bauteil aufzubrechen (Quelle: EN 1627).
  • RC3 – Widerstand gegen Täter, die zusätzlich mit einem zweiten Schraubendreher und einem Kuhfuß (Brecheisen/Hebelwerkzeug) arbeiten und damit gezielt hebeln (Quelle: EN 1627).

Der wesentliche Unterschied liegt also im unterstellten Werkzeug und in der geprüften Widerstandszeit: RC3 muss dem Einbruchversuch länger und gegen zusätzliches Hebelwerkzeug standhalten als RC2. [Widerstandszeiten in Minuten gegen den aktuellen Normtext prüfen, bevor konkrete Zeitangaben veröffentlicht werden.]

Widerstandsklasse (EN 1627)TätermodellZusätzliches Werkzeug
RC2GelegenheitstäterSchraubendreher, Zange, Keil
RC3erfahrenerer Täterzweiter Schraubendreher + Kuhfuß/Hebelwerkzeug

(Quelle: EN 1627.)

RC2 im Detail

RC2 gilt als sinnvoller Grundschutz für viele private Wohngebäude und wird von Beratungsstellen häufig als Mindestempfehlung genannt. Geprüft wird das Zusammenspiel aus Türblatt, Rahmen, Beschlägen, Verglasung und Verriegelung – nicht ein einzelnes Bauteil allein (Quelle: EN 1627). Es gibt zudem eine Variante RC2 N, bei der geringere Anforderungen an die Verglasung gestellt werden (Quelle: EN 1627). [Genaue Definition RC2 vs. RC2 N gegen Normtext prüfen.]

Unsere Aluminium-Serie Premium P90 ist nach RC2 zertifiziert (IFT Rosenheim) und zusätzlich nach dem britischen Sicherheitsstandard PAS 24 geprüft (Quelle: OutDoor-Katalog, Alu-Proof Premium P90). Zur einbruchhemmenden Ausstattung gehört serienmäßig eine 5-fach-Verriegelung (Winkhaus M2) (Quelle: OutDoor-Katalog, Alu-Proof Premium P90).

RC3 im Detail

RC3 bietet einen höheren Schutz und richtet sich gegen erfahrenere Täter, die mit zusätzlichem Hebelwerkzeug arbeiten (Quelle: EN 1627). Diese Klasse kommt in Betracht, wenn ein erhöhtes Schutzbedürfnis besteht – etwa bei exponierter Lage, leicht zugänglichen Türen oder gehobener Ausstattung im Objekt. Für unsere Haustür-Serien liegt in den vorliegenden Katalogdaten keine RC3-Zertifizierung vor; belegt ist RC2 für die Serie Premium P90 (Quelle: OutDoor-Katalog, Alu-Proof Premium P90). Ob RC3 realisierbar ist, klären wir im Einzelfall mit dem Hersteller – Angaben dazu auf Anfrage.

Worauf es beim Einbruchschutz ankommt

Eine einbruchhemmende Tür wirkt nur als Gesamtsystem. Wichtig sind unter anderem:

  • Mehrfachverriegelung – zum Beispiel die 5-fach-Verriegelung der Serie Premium P90 (Quelle: OutDoor-Katalog, Alu-Proof Premium P90)
  • Stabiler Rahmen und sichere Bänder – bei der Serie P90 mit verstärkten Rollenscharnieren (Quelle: OutDoor-Katalog, Alu-Proof Premium P90)
  • Sicherheitsverglasung – bei Seitenteilen und Oberlichtern serienmäßig 3-Scheiben-Verbundsicherheitsglas (Quelle: OutDoor-Katalog, Alu-Proof)
  • Geprüfter Beschlag – etwa die außen flächenbündige Schüco Ringrosette (Quelle: OutDoor-Katalog, Alu-Proof)

Nur wenn alle Komponenten aufeinander abgestimmt und gemeinsam geprüft sind, gilt die Zertifizierung nach EN 1627 (Quelle: EN 1627). Der nachträgliche Austausch einzelner Teile kann die Zertifizierung aufheben.

Fazit

RC2 ist ein solider Grundschutz für viele Wohnhäuser, RC3 die stärkere Klasse für ein erhöhtes Schutzbedürfnis. Entscheidend ist immer das geprüfte Gesamtsystem aus Tür, Rahmen, Beschlag und Verglasung nach EN 1627. Unsere Serie Premium P90 ist nach RC2 zertifiziert (IFT Rosenheim) (Quelle: OutDoor-Katalog, Alu-Proof Premium P90).

Welche Widerstandsklasse zu Ihrer Situation passt, besprechen wir gern individuell. Beratung anfragen – wir empfehlen Ihnen eine passende, geprüfte Lösung.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen RC2 und RC3?

RC2 und RC3 sind Widerstandsklassen nach EN 1627. RC2 richtet sich gegen Gelegenheitstäter mit einfachen Werkzeugen, RC3 gegen Täter, die zusätzlich mit einem zweiten Schraubendreher und einem Kuhfuß hebeln. RC3 bietet einen höheren Widerstand über eine längere Prüfzeit (Quelle: EN 1627).

Welche Widerstandsklasse wird für Wohnhäuser empfohlen?

Für private Wohngebäude wird häufig mindestens RC2 als sinnvoller Grundschutz genannt. Die konkret passende Klasse hängt von der Gefährdungslage, der Lage des Objekts und dem Schutzbedürfnis ab und sollte individuell beraten werden.

Sind Ihre Haustüren einbruchhemmend?

Die Aluminium-Serie Premium P90 ist nach RC2 zertifiziert (IFT Rosenheim) und verfügt über eine 5-fach-Verriegelung (Winkhaus M2) (Quelle: OutDoor-Katalog, Alu-Proof Premium P90). Welche Ausstattung für Ihr Zuhause sinnvoll ist, klären wir in einer persönlichen Beratung.

COM Haustüren

Fachredaktion · COM Haustüren

Lieber persönlich beraten?

Passende Modelle und Ausführungen zeigen wir Ihnen im Showroom.