Fachbegriffe verständlich erklärt
Kurz und sachlich erklärt: die wichtigsten Fachbegriffe rund um Haustüren, Fenster und Bauelemente, von Sicherheitsklassen über Verglasung bis zu Normen. Jeder Begriff verweist auf die passende Definition mit Quelle.
26 Begriffe · 5 Fachbereiche · mit Normbezug
Begriffe nach Fachbereich
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Haustüren
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Bautiefe (Profiltiefe)
Die Bautiefe ist die Tiefe eines Tür- oder Fensterprofils in Millimetern, gemessen von der Innen- zur Außenseite. Eine größere Bautiefe bietet in der Regel mehr Platz für Kammern und Dämmung und damit bessere Wärme- und Schalldämmung.
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Mehrfachverriegelung
Eine Mehrfachverriegelung verriegelt ein Türblatt an mehreren Punkten gleichzeitig – zum Beispiel über zusätzliche Haken, Bolzen oder Riegel neben dem Hauptschloss. Sie verteilt die Kraft auf mehrere Angriffspunkte und ist ein zentraler Baustein einbruchhemmender Türen (Quelle: OutDoor-Katalog, Alu-Proof Premium P90).
Quelle: OutDoor-Katalog, Alu-Proof (Winkhaus M2)
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Mehrkammerprofil
Ein Mehrkammerprofil ist ein Rahmenprofil mit mehreren durch Stege getrennten Hohlkammern. Die eingeschlossenen Luftkammern und die Aussteifung verbessern gleichzeitig Wärmedämmung, Schallschutz und Statik des Tür- oder Fensterrahmens.
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PAS 24
PAS 24 ist ein britischer Prüfstandard, der die Einbruchhemmung von Türen und Fenstern über definierte manuelle Angriffstests nachweist. Er gilt als vergleichbar mit der europäischen Widerstandsklasse RC2 und wird häufig zusätzlich zur EN 1627 ausgewiesen (Quelle: EN 1627).
Quelle: PAS 24 (britischer Sicherheitsstandard); Vergleich zu EN 1627
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RC-Klasse (Widerstandsklasse)
Die RC-Klasse (Resistance Class) nach EN 1627 stuft die Einbruchhemmung von Türen und Fenstern ein. Sie beschreibt, wie lange ein Bauteil einem Einbruchversuch mit definiertem Werkzeug standhält – von RC1N bis RC6 (Quelle: EN 1627).
Quelle: EN 1627
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Thermische Trennung
Thermische Trennung bezeichnet einen wärmedämmenden Steg (meist aus Kunststoff) zwischen der Innen- und Außenschale eines Aluminiumprofils. Er unterbricht den Wärmefluss durch das gut leitende Metall und verhindert so Wärmeverlust und Kondenswasser.
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Thermoschwelle
Eine Thermoschwelle ist die thermisch getrennte Bodenschwelle einer Haustür. Ein wärmedämmender Kern unterbricht die Wärmebrücke am Türboden, eine integrierte Entwässerung führt Wasser ab. Zusammen mit einem Thermoschwellen-Unterbau senkt sie den Wärmeverlust an der Schwelle (Quelle: OutDoor-Katalog, Alu-Proof).
Quelle: OutDoor-Katalog, Alu-Proof
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U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient)
Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht, gemessen in W/(m²K). Je niedriger der Wert, desto besser die Wärmedämmung. Bei ganzen Haustüren spricht man vom Ud-Wert.
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VSG und ESG (Sicherheitsglas)
ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas) ist thermisch vorgespanntes Glas, das bei Bruch in stumpfe Krümel zerfällt. VSG (Verbund-Sicherheitsglas) besteht aus zwei durch eine reißfeste Folie verbundenen Scheiben, die Splitter zusammenhalten und die Resttragfähigkeit erhöhen.
Zimmertüren
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DIN 18101 (Türen im Wohnungsbau)
DIN 18101 ist die deutsche Norm für Maße von Türen im Wohnungsbau. Sie legt Nennmaße, Rohbaumaße und Türblattgrößen fest und sorgt dafür, dass Türblatt, Zarge und Wandöffnung zueinander passen (Quelle: DIN 18101).
Quelle: DIN 18101
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Schallschutzklasse
Die Schallschutzklasse gibt an, wie stark eine Tür Luftschall dämmt. Bei Innentüren werden Klassen wie SK1 bis SK3 verwendet, denen bewertete Schalldämm-Maße (Rw,P) zugeordnet sind – je höher die Klasse, desto besser die Dämmung (Quelle: DIN 4109; RoomDoor1-Katalog, Behrens-Gruppe).
Quelle: DIN 4109; RoomDoor1-Katalog, Behrens-Gruppe
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Stumpf und gefälzt
Stumpf und gefälzt bezeichnen zwei Kantenformen von Innentüren. Bei gefälzten Türen überdeckt eine umlaufende Falz die Fuge zwischen Türblatt und Zarge; bei stumpf einschlagenden Türen schließt das Türblatt flächenbündig mit der Zarge ab. Das führt zu leicht unterschiedlichen Rastermaßen (Quelle: DIN 18101; RoomDoor1-Katalog, Behrens-Gruppe).
Quelle: DIN 18101; RoomDoor1-Katalog, Behrens-Gruppe
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Zarge
Die Zarge ist der Rahmen einer Innentür, in den das Türblatt eingehängt wird. Sie fasst die Wandöffnung ein, nimmt Bänder und Schließblech auf und muss zur Wandstärke passen. Maße und Bandsitz sind für den Wohnungsbau in DIN 18101 geregelt (Quelle: DIN 18101).
Quelle: DIN 18101; RoomDoor1-Katalog, Behrens-Gruppe
Fenster
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Dreh-Kipp-Beschlag
Ein Dreh-Kipp-Beschlag ist die Beschlagmechanik eines Fensters, die über einen einzigen Griff zwei Öffnungsarten erlaubt: seitliches Drehen zum vollen Öffnen und Kippen zum Lüften am oberen Rand. Er ist der Standardbeschlag bei Kunststoff- und Aluminium-Fenstern.
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Luftdurchlässigkeit
Die Luftdurchlässigkeit beschreibt, wie viel Luft bei Winddruck durch die geschlossene Fuge eines Fensters oder einer Tür strömt. Geprüft wird nach EN 12207; die Klassen reichen von 1 bis 4 – Klasse 4 ist die dichteste Stufe (Quelle: EN 12207; Window1/Window5-Katalog).
Quelle: EN 12207; Window1/Window5-Katalog
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Psi-Wert (ψ, längenbezogener Wärmedurchgang)
Der Psi-Wert (ψ) ist der längenbezogene Wärmedurchgangskoeffizient einer linearen Wärmebrücke, angegeben in W/(m·K). Er erfasst zusätzliche Wärmeverluste entlang von Linien wie Glasrandverbund oder Einbaufuge und fließt in den Uw- bzw. eingebauten U-Wert ein (EN ISO 10077, EN ISO 10211).
Quelle: Bauphysik; EN ISO 10077-1/-2 (Glasrandverbund), EN ISO 10211 (Wärmebrücken)
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RAL-Montage (Montage nach RAL)
Fachgerechter Einbau von Fenstern und Türen nach dem Leitfaden zur Montage der RAL-Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren (ift Rosenheim). Kern ist eine dauerhaft dichte Anschlussfuge nach dem Prinzip „innen dichter als außen“ samt tragfähiger Befestigung und Lastabtragung (Quelle: Leitfaden zur Montage, RAL-Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren / ift Rosenheim).
Quelle: Leitfaden zur Montage, RAL-Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren / ift Rosenheim
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Schlagregendichtigkeit
Die Schlagregendichtigkeit beschreibt, bis zu welchem Winddruck ein Fenster oder eine Tür bei Regen dicht bleibt. Geprüft wird nach EN 12208; die Klassen reichen von 1A bis 9A (bzw. Exxx für höhere Prüfdrücke) – je höher die Zahl, desto besser (Quelle: EN 12208; Window5-Katalog, VEKA).
Quelle: EN 12208; Window5-Katalog, VEKA
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Ug, Uw, Uf (U-Werte am Fenster)
Ug, Uw und Uf bezeichnen die Wärmedurchgangskoeffizienten der einzelnen Fensterbestandteile: Ug die Verglasung (glass), Uf den Rahmen (frame) und Uw das gesamte Fenster (window). Angabe in W/(m²K); je niedriger, desto besser die Dämmung (Bauphysik; EN 673 für die Verglasung, EN 14351-1 für das Gesamtfenster).
Quelle: Bauphysik; EN 14351-1 (Fenster), EN 673 (Verglasung)
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Warme Kante (Warmkante)
Warme Kante bezeichnet einen Randverbund-Abstandhalter im Isolierglas aus Kunststoff oder Edelstahl statt aus gut leitendem Aluminium. Er senkt die lineare Wärmebrücke am Glasrand, reduziert den Wärmeverlust und beugt Kondenswasser am Glasrand vor.
Quelle: Bauphysik; lineare Wärmebrücke am Glasrand nach EN ISO 10077-1/-2
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Windlastwiderstand
Der Windlastwiderstand beschreibt, welchem Winddruck ein Fenster oder eine Tür standhält, ohne sich unzulässig durchzubiegen oder undicht zu werden. Geprüft wird nach EN 12210; die Klasse besteht aus einer Druckstufe (1–5) und einer Durchbiegungsstufe (A–C) – je höher, desto widerstandsfähiger (Quelle: EN 12210; Window1-Katalog, Aluprof).
Quelle: EN 12210; Window1-Katalog, Aluprof
Böden
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Klicksystem
Ein Klicksystem verbindet Bodendielen schwimmend und ohne Kleber, indem sie über Nut und Feder ineinander verriegelt werden. Die Kataloge nennen unter anderem Uniclic, 2G-Click, Drop-Down und 5G als Klicksysteme (Quelle: Floor2-Katalog, Natura; Floor3-Katalog, Floor Concept).
Quelle: Floor2-Katalog, Natura; Floor3-Katalog, Floor Concept
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Nutzungsklasse
Die Nutzungsklasse (Beanspruchungsklasse) gibt an, für welche Beanspruchung ein Bodenbelag geeignet ist. Sie wird als zweistellige Kennzahl angegeben – die erste Ziffer steht für den Bereich (Wohnen/Gewerbe), die zweite für die Intensität. Für Laminat ist sie in EN 13329 geregelt (Quelle: EN 13329).
Quelle: EN 13329 (Laminat); Floor-Katalog, Behrens-Gruppe
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SPC- und MPC-Vinyl
SPC (Stone-Polymer-Composite) und MPC (Mineral-Polymer-Core) bezeichnen Vinyl-Designböden mit mineralischem Trägerkern. Dieser Kern macht die Dielen besonders formstabil, robust und unempfindlich gegen Feuchtigkeit – im Unterschied zu flexiblem Voll-Vinyl (Quelle: Floor2-Katalog, Natura).
Quelle: Floor2-Katalog, Natura
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Trittschalldämmung
Die Trittschalldämmung reduziert Gehgeräusche, die beim Begehen eines Bodens entstehen und in darunterliegende Räume übertragen werden. Bei schwimmend verlegten Böden übernimmt das eine Trittschallunterlage unter dem Belag; ihre Wirkung wird in Dezibel (dB) angegeben (Quelle: Floor2-Katalog, Natura).
Quelle: Floor2-Katalog, Natura; Floor3-Katalog, Floor Concept
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