Mehrkammerprofil

Fachbegriff · Haustüren

Definition

Ein Mehrkammerprofil ist ein Rahmenprofil mit mehreren durch Stege getrennten Hohlkammern. Die eingeschlossenen Luftkammern und die Aussteifung verbessern gleichzeitig Wärmedämmung, Schallschutz und Statik des Tür- oder Fensterrahmens.

Haustüren COM Haustüren Glossar

Mehrkammerprofil erklärt

Was hinter dem Begriff steckt, worauf es in der Praxis ankommt und wie er bei der Auswahl von Bauelementen hilft.

Ein Mehrkammerprofil ist ein Tür- oder Fensterrahmen, dessen Querschnitt durch innenliegende Stege in mehrere getrennte Hohlkammern unterteilt ist. Jede Kammer schließt Luft ein oder nimmt Funktionselemente wie Dämmung, Bewehrung oder Beschlagsaufnahmen auf. Man spricht je nach Anzahl der Kammern zum Beispiel von 3-Kammer- oder 5-Kammer-Profilen.

Die Kammerstruktur bringt mehrere Vorteile zugleich: Die eingeschlossenen, ruhenden Luftpolster wirken wie eine Dämmschicht und verbessern die Wärmedämmung; die zusätzlichen Stege erhöhen die Verwindungssteifigkeit und Stabilität des Rahmens; und der mehrschalige Aufbau dämpft den Schall. Mehr Kammern bedeuten in der Regel bessere Kennwerte – vorausgesetzt, die Bautiefe bietet dafür genügend Platz.

In unserem Katalog ist die Aluminium-Haustürserie Premium P90 als 90 mm starkes 3-Kammer-Profil mit thermischer Trennung ausgeführt (Quelle: OutDoor-Katalog, Alu-Proof). Bei Aluminium wird die Kammerstruktur mit einer thermischen Trennung kombiniert, um den gut wärmeleitenden Werkstoff wirksam zu dämmen.

Das Mehrkammerprofil ist damit ein Kernmerkmal moderner Rahmen. Es steht in direktem Zusammenhang mit der Bautiefe und der thermischen Trennung und beeinflusst maßgeblich den erreichbaren U-Wert.

COM Haustüren

Fachredaktion · Inhaber Mohamad Saado

Fachlich eingeordnet vom Bauelemente-Fachhandel COM Haustüren aus Essen-Kray — Beratung, Aufmaß und Montage im Ruhrgebiet, mit 500-m²-Showroom.

Häufig gefragt zu Mehrkammerprofil

Was ist ein Mehrkammerprofil und wie funktioniert es?

Ein Mehrkammerprofil ist ein Rahmenprofil, das durch Stege in mehrere voneinander getrennte Hohlkammern unterteilt ist. Die eingeschlossenen Luftkammern wirken als Dämmpuffer und verbessern zusammen mit der zusätzlichen Aussteifung gleichzeitig die Wärmedämmung, den Schallschutz und die Statik des Tür- oder Fensterrahmens. Damit trägt der Profilaufbau wesentlich zu den bauphysikalischen Eigenschaften des gesamten Bauelements bei.

Bedeuten mehr Kammern automatisch eine bessere Wärmedämmung?

Grundsätzlich verbessern zusätzliche, durch Stege getrennte Luftkammern die Wärmedämmung, da ruhende Luft den Wärmedurchgang verringert. Die tatsächliche Dämmwirkung hängt jedoch nicht allein von der Kammeranzahl ab, sondern auch von der Bautiefe, den verwendeten Werkstoffen und ergänzenden Maßnahmen wie einer thermischen Trennung. Welche Profilausführung für Ihr Vorhaben sinnvoll ist, klären wir gern in einer persönlichen Beratung.

Welchen Einfluss hat ein Mehrkammerprofil auf Schallschutz und Statik?

Die getrennten Luftkammern dämpfen die Schallübertragung durch den Rahmen und unterstützen so den Schallschutz des Bauelements. Gleichzeitig erhöhen die inneren Stege die Steifigkeit des Profils, was der Statik und Formstabilität des Rahmens zugutekommt. Wie stark diese Effekte ausfallen, hängt vom konkreten Profilaufbau und dem gesamten Bauelement ab und lässt sich am besten im Beratungsgespräch einordnen.

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