Luftdurchlässigkeit

Fachbegriff · Fenster

Definition

Die Luftdurchlässigkeit beschreibt, wie viel Luft bei Winddruck durch die geschlossene Fuge eines Fensters oder einer Tür strömt. Geprüft wird nach EN 12207; die Klassen reichen von 1 bis 4 – Klasse 4 ist die dichteste Stufe (Quelle: EN 12207; Window1/Window5-Katalog).

Fenster Quelle: EN 12207; Window1/Window5-Katalog COM Haustüren Glossar

Luftdurchlässigkeit erklärt

Was hinter dem Begriff steckt, worauf es in der Praxis ankommt und wie er bei der Auswahl von Bauelementen hilft.

Kurz erklärt

Die Luftdurchlässigkeit gibt an, wie viel Luft bei anliegendem Winddruck durch die geschlossenen Fugen eines Fensters oder einer Tür strömt. Geprüft wird nach EN 12207: Das Bauteil wird stufenweise mit Über- und Unterdruck beaufschlagt und die durchtretende Luftmenge gemessen (Quelle: EN 12207).

Klassen

Das Ergebnis wird in vier Klassen eingeteilt. Klasse 1 lässt am meisten Luft durch, Klasse 4 ist die dichteste Stufe und hält dem höchsten Prüfdruck bei geringster Leckage stand (Quelle: EN 12207). Moderne Fenster mit umlaufenden Dichtungsebenen erreichen üblicherweise Klasse 4 — für Aluminium-Systemprofile ist das belegt (Quelle: Window1-Katalog, Aluprof MB-70: Klasse 4 nach EN 12207).

Worauf es ankommt

Eine hohe Luftdurchlässigkeitsklasse bedeutet weniger unkontrollierte Zugluft und geringere Wärmeverluste über die Fuge – sie ergänzt damit den U-Wert, der den Wärmedurchgang durch das Bauteil selbst beschreibt. Für dichte Gebäudehüllen ist Klasse 4 in der Regel die Zielgröße.

Die Luftdurchlässigkeit gehört mit Schlagregendichtigkeit (EN 12208) und Windlastwiderstand (EN 12210) zu den zusammengehörigen Fenster-Kennwerten. Welche Anforderungen für Ihr Vorhaben gelten, klären wir gern. Beratung anfragen

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Fachredaktion · Inhaber Mohamad Saado

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Häufig gefragt zu Luftdurchlässigkeit

Was bedeutet die Luftdurchlässigkeit bei Fenstern?

Die Luftdurchlässigkeit beschreibt, wie viel Luft bei Winddruck durch die geschlossene Fuge eines Fensters oder einer Tür strömt. Geprüft wird nach der Norm EN 12207, die das Bauteil in Klassen von 1 bis 4 einteilt. Ein möglichst dichtes Fenster reduziert unkontrollierte Zugluft und Wärmeverluste über die Fugen.

Welche Klasse der Luftdurchlässigkeit ist die beste?

Nach EN 12207 reichen die Klassen von 1 bis 4, wobei Klasse 4 die dichteste Stufe darstellt. Je höher die Klasse, desto weniger Luft strömt bei gleichem Winddruck durch die geschlossene Fuge. Welche Klasse für Ihr Bauvorhaben sinnvoll ist, hängt von Lage, Gebäudehöhe und Windbelastung ab – dazu beraten wir Sie gerne persönlich.

Worin unterscheidet sich die Luftdurchlässigkeit von der Schlagregen- und Windlastprüfung?

Die Luftdurchlässigkeit wird nach EN 12207 geprüft und beschreibt den Luftstrom durch die geschlossene Fuge bei Winddruck. Davon zu unterscheiden sind die Schlagregendichtheit nach EN 12208 und die Widerstandsfähigkeit gegen Windlast nach EN 12210. Alle drei Kennwerte gehören zu den grundlegenden Leistungseigenschaften eines Fensters, betrachten aber jeweils einen eigenen Aspekt.

Fragen zu Luftdurchlässigkeit?

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