Schlagregendichtigkeit

Fachbegriff · Fenster

Definition

Die Schlagregendichtigkeit beschreibt, bis zu welchem Winddruck ein Fenster oder eine Tür bei Regen dicht bleibt. Geprüft wird nach EN 12208; die Klassen reichen von 1A bis 9A (bzw. Exxx für höhere Prüfdrücke) – je höher die Zahl, desto besser (Quelle: EN 12208; Window5-Katalog, VEKA).

Fenster Quelle: EN 12208; Window5-Katalog, VEKA COM Haustüren Glossar

Schlagregendichtigkeit erklärt

Was hinter dem Begriff steckt, worauf es in der Praxis ankommt und wie er bei der Auswahl von Bauelementen hilft.

Kurz erklärt

Die Schlagregendichtigkeit gibt an, ob ein Fenster oder eine Außentür bei gleichzeitigem Regen und Wind dicht bleibt oder ob Wasser nach innen dringt. Geprüft wird sie nach EN 12208, indem das Bauteil mit Wasser besprüht und dabei ein steigender Winddruck aufgebracht wird (Quelle: EN 12208).

Klassen

Das Ergebnis wird in Klassen ausgedrückt. Die Klassen reichen von 1A bis 9A; die Zahl steht für den höchsten Prüfdruck in Pascal, bei dem das Bauteil noch dicht bleibt – je höher, desto widerstandsfähiger. Oberhalb der geprüften Druckstufen wird die Klasse Exxx mit dem konkreten Prüfdruck angegeben (Quelle: EN 12208). Aluminium-Systemprofile erreichen hohe Klassen bis E1200 (Quelle: Window1-Katalog, Aluprof MB-70).

Der Buchstabe A steht für eine ungeschützte Einbaulage ohne überstehendes Bauteil; für geschützte Lagen gelten abweichende Prüfbedingungen. [Zuordnung Buchstabe ↔ Einbaulage gegen aktuellen Normtext prüfen.]

Worauf es ankommt

Die Schlagregendichtigkeit gehört zusammen mit dem Windlastwiderstand (EN 12210) und der Luftdurchlässigkeit (EN 12207) zu den bauaufsichtlich relevanten Kennwerten eines Fensters. Für wetterexponierte Fassaden – etwa an Hochhäusern oder in windreichen Lagen – ist eine hohe Klasse wichtig, damit auch bei Sturm kein Wasser eindringt.

Welche Klasse für Ihre Fenster und Ihren Standort sinnvoll ist, klären wir gern. Beratung anfragen

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Fachredaktion · Inhaber Mohamad Saado

Fachlich eingeordnet vom Bauelemente-Fachhandel COM Haustüren aus Essen-Kray — Beratung, Aufmaß und Montage im Ruhrgebiet, mit 500-m²-Showroom.

Häufig gefragt zu Schlagregendichtigkeit

Was bedeutet die Schlagregendichtigkeit bei Fenstern?

Die Schlagregendichtigkeit gibt an, bis zu welchem Winddruck ein Fenster oder eine Tür bei Regen dicht bleibt, also kein Wasser eindringen lässt. Geprüft wird nach EN 12208; die Klassen reichen von 1A bis 9A (bzw. Exxx für höhere Prüfdrücke). Je höher die Zahl, desto besser ist der Schutz gegen eindringendes Regenwasser.

Welche Schlagregendichtigkeitsklasse benötige ich für mein Zuhause?

Welche Klasse sinnvoll ist, hängt von der Lage und Windbelastung des Gebäudes ab – exponierte oder küstennahe Standorte und obere Geschosse erfordern in der Regel höhere Klassen als geschützte Lagen. Da die Anforderung stark vom konkreten Objekt abhängt, empfiehlt sich eine persönliche Beratung, um die passende Klasse nach EN 12208 festzulegen. Ergänzend werden Fenster meist auch auf Luftdurchlässigkeit (EN 12207) und Windwiderstand (EN 12210) klassifiziert.

Was ist der Unterschied zwischen den Klassen mit A und mit E bei der Schlagregendichtigkeit?

Die Prüfung nach EN 12208 unterscheidet die Prüfverfahren: Klassen mit dem Zusatz A (1A bis 9A) werden ohne Abschirmung geprüft, sodass Wind und Regen ungeschützt auf das Bauteil wirken. Klassen mit dem Zusatz E (Exxx) stehen für höhere Prüfdrücke oberhalb der 9A-Stufe. In beiden Fällen gilt: Je höher der Wert, desto größer ist der Winddruck, bei dem das Bauteil noch dicht bleibt.

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