Kurz erklärt
Der Windlastwiderstand beschreibt, wie gut ein Fenster oder eine Tür dem Druck und Sog des Windes standhält, ohne sich zu stark durchzubiegen oder undicht zu werden. Geprüft wird das Bauteil nach EN 12210, indem ein definierter Winddruck stoßartig und dauerhaft aufgebracht wird (Quelle: EN 12210).
Klassen
Die Klassenangabe besteht aus zwei Teilen (Quelle: EN 12210):
- Druckstufe 1 bis 5 – gibt den Prüfdruck an, dem das Bauteil standhält; je höher die Zahl, desto größer die aufgenommene Windlast.
- Durchbiegungsstufe A, B oder C – beschreibt, wie stark sich der Rahmen dabei durchbiegen darf; C ist die strengste Stufe mit der geringsten zulässigen Durchbiegung.
Kunststoffprofile werden je nach Ausführung bis in obere Druckstufen eingeordnet; Aluminium-Systemprofile erreichen hohe Kombinationen wie C5 (Quelle: Window1-Katalog, Aluprof MB-70, bis Klasse C5 nach EN 12210/EN 12211).
Worauf es ankommt
Der Windlastwiderstand ist besonders bei großen Fensterflächen und in exponierten oder hohen Gebäudelagen wichtig, weil dort die Windlasten steigen. Er wirkt mit Schlagregendichtigkeit (EN 12208) und Luftdurchlässigkeit (EN 12207) zusammen: Erst ausreichende Steifigkeit gegen Wind sichert auch die Dichtheit bei Sturm.
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