Kurz erklärt
Am Fenster wird der Wärmedurchgang nicht mit einer einzigen Zahl, sondern für die einzelnen Bestandteile getrennt angegeben. Alle Werte sind U-Werte in W/(m²K) – je niedriger, desto weniger Wärme geht verloren. Unterschieden werden die Verglasung (Index g für „glass”), der Rahmen (Index f für „frame”) und das gesamte Fenster (Index w für „window”).
Die drei Kennwerte
- Ug – Wärmedurchgang der Verglasung allein; bei Mehrscheiben-Isolierglas nach EN 673 ermittelt (Quelle: EN 673).
- Uf – Wärmedurchgang des Rahmenprofils allein; hängt stark von thermischer Trennung und Mehrkammerprofil ab.
- Uw – Wärmedurchgang des kompletten Fensters aus Rahmen, Glas und Randverbund; nach EN 14351-1 der für die Auswahl maßgebliche Wert (Quelle: EN 14351-1).
Der Uw-Wert ergibt sich rechnerisch aus Ug, Uf, den Flächenanteilen und dem linearen Wärmebrücken-Beiwert des Glasrandverbunds. Deshalb ist Uw meist nicht einfach der Mittelwert von Ug und Uf. [Berechnungsformel und Randverbund-Beiwert gegen aktuellen Normtext prüfen.]
Worauf es ankommt
Für den Vergleich zweier Fenster ist der Uw-Wert entscheidend, weil er das reale Bauteil bewertet. Ein sehr guter Ug-Wert der Verglasung nützt wenig, wenn der Rahmen (Uf) schlecht dämmt oder umgekehrt. Bei Haustüren übernimmt der Ud-Wert dieselbe Rolle wie Uw beim Fenster.
Welcher Uw-Wert für Ihr Bauvorhaben sinnvoll ist, klären wir gern. Beratung anfragen