Kurz erklärt
Der Dreh-Kipp-Beschlag ist die im Rahmen und Flügel verbaute Mechanik, mit der sich ein Fenster über einen einzigen Griff auf zwei Arten öffnen lässt. Über die Griffstellung wird gesteuert, ob der Flügel seitlich aufschwenkt (Drehen) oder nur am oberen Rand einen Spalt kippt (Kippen). Diese Kombination hat sich als Standard bei Kunststoff- und Aluminium-Fenstern durchgesetzt.
Funktionsprinzip: die drei Griffstellungen
Der Beschlag arbeitet mit drei Grundstellungen des Fenstergriffs:
- Griff nach unten – der Flügel ist verschlossen und über die umlaufenden Verriegelungspunkte in den Rahmen gezogen.
- Griff waagerecht – der Flügel ist entriegelt und lässt sich zur Seite drehend voll öffnen (Dreh-Stellung).
- Griff nach oben – der Flügel wird nur oben freigegeben und kippt zum Spaltlüften nach innen (Kipp-Stellung).
Damit deckt ein einzelnes Bauteil beide Bedienarten ab, ohne dass ein zweiter Griff oder eine zweite Öffnung nötig ist.
Bezug zur Praxis
In der Kipp-Stellung dient das Fenster dem kontrollierten Lüften, während die Dreh-Stellung das vollständige Öffnen etwa zum Putzen erlaubt. Für die Dichtheit im geschlossenen Zustand sind die umlaufenden Verschlusspunkte des Beschlags zusammen mit den Dichtungsebenen des Profils verantwortlich – hier besteht der Bezug zur Mehrfachverriegelung und zum Aufbau als Mehrkammerprofil.
Wie dicht das geschlossene Fenster gegen Zugluft bleibt, wird über die Luftdurchlässigkeit beschrieben; ein sauber eingestellter Beschlag ist Voraussetzung dafür, dass die vorgesehene Klasse erreicht wird.
Wartung
Bewegliche Beschlagteile und Verriegelungspunkte sollten regelmäßig gereinigt, geschmiert und bei Bedarf nachjustiert werden, damit Leichtgängigkeit und dichter Anschlag erhalten bleiben. Konkrete Wartungsintervalle und -mittel richten sich nach den Vorgaben des jeweiligen Beschlagherstellers [Wert prüfen].
Welcher Fensterbeschlag für Ihr Vorhaben sinnvoll ist und wie die Wartung abläuft, klären wir gern. Beratung anfragen